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Einblick #5

Mit einer Printkampagne hat die Kinderhilfestiftung anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums auf ihre Projektarbeit aufmerksam gemacht. Die ausgewählten Projekte dokumentieren die Bandbreite der Förderung.
 
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Die Situation:
Für eine kindgerechte Medizin

Kinder sind das kostbarste Gut der Gesellschaft. Sie bedürfen besonders im Krankheitsfall einer differenzierten medizinischen Behandlung in fachkompetenten und leistungsfähigen Kinderkliniken. Doch während es kein Erwachsener hinnehmen würde, in einer Kinderklinik behandelt zu werden, ist dies umgekehrt nicht selten der Fall: etwa 40 Prozent der kranken Kinder und Jugendlichen in Deutschland werden in Einrichtungen behandelt, die nicht für sie geeignet sind. Arzt ist eben nicht gleich Arzt. Kinderärzte wissen um die rasante körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bis zum Erwachsenenalter, wissen um die spezielle medizinische Behandlung von Organismen, die sich noch im Wachstum befinden. Grundsätzlich ist die Behandlung von Kindern und Jugendliche zeitaufwändiger und häufig kostenintensiver als bei Erwachsenen. Zwar arbeitet die Kinderheilkunde in Deutschland auf einem qualitativ sehr hohen Niveau. Trotzdem sind die Kinderkliniken nicht selbstverständlich mit alledem ausgestattet, was man zur optimalen Behandlung von Kindern hinsichtlich ihrer medizinischen, pflegerischen und pädagogischen Bedürfnisse benötigt. Und das fängt bei den allerkleinsten, den Frühgeborenen an.

Das Projekt:
Optimale Versorgung von Anfang an

Von den 686.000 Neugeborenen in 2005 kamen etwa 46.500 zu früh auf die Welt. Viele von den Kleinsten der Kleinen hatten nur eine Überlebenschance, weil sie unmittelbar nach der Geburt intensivmedizinisch behandelt wurden. Deshalb ist eine engmaschige Versorgung im Notfall lebenswichtig. Im Großraum Frankfurt-Offenbach ist sie aufgrund des unermüdlichen Engagements der Kinderhilfestiftung verwirklicht. Seit 2005 gibt es hier eine flächendeckende Notfallversorgung – ihr Herzstück ist ein Baby- und Kindernotarztwagen (kurz Baby-NAW) mit einer bis dato in Europa einmaligen Ausstattung: er ist so etwas wie eine mobile Intensivstation und kann sogar mit zwei Intensivtransportinkubatoren (Inkubator = Brutkasten) ausgerüstet werden. Zum Konzept gehört auch, dass die Kindernotfallambulanzen – an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Frankfurt, der Städtischen Kliniken in Offenbach und Frankfurt-Höchst sowie am Clementine Kinderhospital in Frankfurt – auf ein einheitlich höheres Niveau nachgerüstet wurden. Ingesamt eine Investition in Höhe von 800.000 Euro – alles Spenden von Bürgern und Unternehmen, zusammengetragen von der Kinderhilfestiftung.

Der Erfolg:
Lebensrettende Zeit gewonnen

Eine Strecke von 20 Kilometern erscheint nicht lang. Doch für Frühgeborene, besonders für sehr bis extrem kleine, verstreicht auf diesem Weg zum Brutkasten in einer Kinderklinik lebensrettende Zeit. Der neue Baby-NAW bringt hier einen entscheidenden Vorteil, gerade durch den zweiten Inkubator. So können auch Zwillinge, bei denen Frühgeburten häufiger vorkommen, bereits während der Fahrt intensivmedizinisch behandelt werden. Der Transport stellt damit keinen kritischen Zeitverlust mehr dar, sondern kann von den Kindernotfallärzten als qualitativ hochwertige Behandlungszeit für die Frühgeborenen genutzt werden – für neues Leben.

Botschafter:
Prof. Dr. med. Hansjosef Böhles, Direktor Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik I an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main, und Präsident von Deutsche Kinder- und Jugendmedizin e.V.

Mehr Informationen über die Arbeit der Kinderklinik erfahren Sie unter: www.zki.uni-frankfurt.de