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Einblick #3

Mit einer Printkampagne hat die Kinderhilfestiftung anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums auf ihre Projektarbeit aufmerksam gemacht. Die ausgewählten Projekte dokumentieren die Bandbreite der Förderung.
 
Mehr zur Kampagne

Die Situation:
Frauenhäuser: Zufluchtsort – auch für Kinder

Für Außenstehende klingt es fast unglaublich: Fünf Jahre, mitunter sogar mehr, vergehen bis Frauen mit ihren Kindern zu uns ins Frauenhaus kommen. Für die Kinder ist das eine unendlich lange Zeit, in der sie entweder Zeugen von Misshandlungen waren oder selbst Misshandlungen erlitten haben. Frauenhäuser tragen deshalb eine besondere Verantwortung für die Kinder. Manchmal leben mehr Kinder als Frauen in den beiden Frauenhäusern in Frankfurt am Main, die vom Frankfurter Verein betrieben werden.

Unabhängig davon, wie lange und in welcher Schwere die Kinder Misshandlungen ausgesetzt waren, sind sie alle durch die Zerrüttung der familiären Beziehungen geprägt. Dies äußert sich in Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, innerer Anspannung und einem mangelnden Selbstbewusstsein. Kinder mit Misshandlungserfahrungen brauchen, was alle Kinder brauchen: Akzeptanz, Respekt, Verständnis und Zuwendung. Zunächst aber brauchen diese Kinder die Möglichkeit, ihre Unruhe abzulegen und „zu sich“ zu kommen. Körperliche Bewegung spielt dabei eine ganz wichtige Rolle.

Das Projekt:
Kinder in Bewegung

Die Kinderhilfestiftung hat dafür gesorgt, dass diese Kindern noch mehr Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. So hat sie einen Raum des Frauenhauses komplett als Bewegungsraum für Kinder ausgestattet. Zudem übernimmt sie die Kosten für einen neuen Ansatz der Bewegungsarbeit, einer kindgerechten Art des Yoga. Und außerdem verfügen die Kinder jetzt über Schwimmutensilien in ausreichender Zahl, so dass die Mütter mit ihren Kindern das Schwimmbad besuchen können und somit ein Stück weit Normalität außerhalb des Frauenhauses erfahren.

Der Erfolg:
Miteinander gestärkt

Die Kinder nehmen die neuen Bewegungsangebote sehr gut an. Auch die Mütter unterstützen diese Aktivität. Im Ergebnis kann man festhalten, dass Verhaltensauffälligkeiten, wie Aggressivität und Konzentrationsmängel, bei den Kindern zurückgegangen sind. Eine weitere positive Entwicklung ist, dass sich die Kinder zunehmend selbst als Gemeinschaft im Frauenhaus wahrnehmen und gegenseitiges Interesse aneinander zeigen. Die Förderung durch die Kinderhilfestiftung hat sich deshalb als gute Investition in die Zukunft erwiesen.

Botschafterin:
Dorothea Schneider, Leiterin Frankfurter Frauenhäuser

Mehr über die Frauenhäuser erfahren Sie unter: www.frauenhaus-frankfurt.de