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Pressemitteilungen
25.05.2005
Auf der Zielgeraden
Kinderhilfestiftung e. V. mobilisiert Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach und baut Waisendorf in Sri Lanka
Die Kindernotfallversorgung für den Großraum Frankfurt-Offenbach flächendeckend zu verbessern, ist ein Anliegen, das die Kinderhilfestiftung als Initiator und Motor seit 2002 verfolgt. Dabei gilt es, nicht nur die Transportmöglichkeiten über entsprechend ausgestattete Fahrzeuge zu modernisieren, sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass am derzeit bestehenden System Modifizierungen vorgenommen werden.
Ziel ist es, zu verhindern, dass Kinder im Säuglings- und Kleinkindalter aufgrund ungeklärter Rechtslagen schwere Verletzungen mit ihrem Leben bezahlen müssen. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, zwischen den Kinderkliniken und den anderen beteiligten Akteuren zu vermitteln, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu erreichen. Dabei geht es um mehr, als nur um das Sammeln von Spenden. Wir verstehen uns vor allem als Anwalt der Kinder und nehmen uns ihrer Bedürfnisse an“, erklärt der Vorsitzende der Kinderhilfestiftung, Dr. med. h.c. Dieter W. F. Hofmann.
Notfalltransporte gesichert
Was die Transportmöglichkeiten betrifft, so sind diese mittlerweile gesichert. Danach wird voraussichtlich im Spätsommer 2005 die Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach mit folgenden Fahrzeugen ausgestattet sein:
· ein Baby- und Kinder-Notarzt-Wagen (Baby-NAW), der so beschaffen ist, dass sowohl Früh- und Neugeborene im Inkubator wie auch etwas größere Kinder auf einer Trage im Fahrzeug optimal versorgt werden können.
· zwei Rendezvous-Fahrzeuge (eines von BMW, das andere von Mercedes Benz), die dann zum Einsatz kommen, wenn bei absehbar schwierigen Fällen im Säuglings- und Kleinkindalter ein Kindernotarzt zusätzlich gebraucht wird.
Für bessere Ausstattung der Kindernotfallambulanzen sorgen
Was nun aber durch die Kinderhilfestiftung vorangetrieben wird, sind die Modifizierungen am derzeit bestehenden System. Das bedeutet zunächst, dass die Kindernotfallambulanzen an den Kinderkliniken des Frankfurter Universitätsklinikums, den Städtischen Kliniken in Offenbach und Frankfurt-Höchst sowie im Clementine Kinderhospital auf ein höheres Niveau verbessert werden. Dies soll gelingen, indem jede Ambulanz ein Ultraschallgerät besitzt, über Monitore zur Messung der Sauerstoffkonzentration im Blut verfügt
und mittels EDV verbunden ist mit den anderen Ambulanzen zwecks erleichterter Kooperation.
System-Modifizierung der Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach heißt aber auch, den seit April 2005 bestehenden Vergütungskatalog kritisch zu hinterfragen. Nach diesem Reglement werden die Krankenhäuser gegenüber den niedergelassenen Ärzten für die gleichen ärztlichen Leistungen noch schlechter entlohnt als bereits zuvor. „Damit könnten sich die Kliniken veranlasst sehen, den Ambulanzbetrieb im Rahmen der Kindernotfallversorgung zu überdenken“, mahnt PD Dr. med. Lothar Schrod, Leiter der Kinderklinik an den Städtischen Kliniken Frankfurt-Höchst und ärztlicher Koordinator der von der Kinderhilfestiftung mobilisierten Kindernotfall-versorgung.
Alle Akteure an einen Tisch gebracht
Deshalb hat die Kinderhilfestiftung gemeinsam mit Klinikvertretern Gespräche aufgenommen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Ziel dieser Diskussionen: Für die Kindernotfallambulanzen Regelungen zu schaffen, die ihren Fortbestand auf lange Zeit
sichern helfen. Denn mit den Kindernotfallambulanzen an besagten Kliniken sind im Großraum Frankfurt-Offenbach zentrale Anlaufstellen gegeben, die es Eltern ermöglichen, ihre akut erkrankten Kinder auch außerhalb der Sprechzeiten des Kinderarztes fach-ärztlich untersuchen und bei Bedarf sofort stationär weiterbehandeln zu lassen. In Zahlen: Jährlich werden in den vier Kindernotfallambulanzen des Großraums Frankfurt-Offenbach über 50.000 Notfälle be-handelt.
Die Gespräche mit der KV fanden statt Anfang Mai 2005. Die Kinderhilfestiftung und mit ihr die betreffenden Kinderkliniken gehen davon aus, dass zwischen allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung gefunden wird zugunsten einer flexiblen, flächendeckenden und damit wirkungsvollen Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach.
„The Village of Hope“ - das Waisendorf in Sri Lanka
Einer Herausforderung ganz anderer Art stellt sich die Kinderhilfestiftung im Zusammenhang mit der Tsunami-Katastrophe vom Dezember letzten Jahres, indem sie an der Ostküste Sri Lankas, in Batticaloa das Waisendorf „The Village of Hope“ miterrichten hilft.
Dabei wird auf einem 20.000 Quadratmeter großen Gelände ein Dorf entstehen aus zehn erdgeschossigen und mit einem flach ansteigenden Spitzdach gedeckten Häusern, die komplett möbliert und funktionsfähig. Weiter gehören dazu eine Krankenstation, ein Wasserturm samt Wasserreinigungsanlage sowie ein Stromgenerator. Jedes der Häuser gibt acht Waisenkindern und ihrer Pflegemutter Platz. Es wird eine Gemeinschaft sein, die nicht isoliert, sondern eingebunden ist in das übrige Dorfgeschehen. Denn „The Village of Hope“ liegt nur etwa 500 Meter von der Schule entfernt und höchstens drei Kilometer vom Strand. Es befindet sich damit zentral im übrigen Dorfleben und erfüllt so den Community-Gedanken, der „The Village of Hope“ trägt.
Jeder Spenden-Euro kommt zu 100 Prozent an
Die Kinderhilfestiftung stellt zur Finanzierung dieses Projekts 250.000 Euro zur Verfügung. Durch verschiedene Kontrollmechanismen steht sie dafür ein, dass jeder Spenden-Euro auch richtig ankommt. Dies gelingt, indem nur Gelder gegen Rechnung überwiesen werden. Darüber hinaus überzeugen
sich Vertreter der Kinderhilfestiftung in regelmäßigen
Abständen persönlich vor Ort vom Fortgang der Arbeiten.
Für die projektbezogene Mittelverwendung sorgen auch die Kooperationspartner, mit denen die Kinderhilfestiftung „The Village of Hope“ betreut. Einer der Partner ist die „Sri Lanka Hilfe“ aus Bad Honnef. Sie wird maßgeblich gestaltet von Ilse Huppertz, einst Entwicklungshelferin und in dieser Funktion über zehn Jahre lang in Sri Lanka aktiv. Der zweite Kooperationspartner ist die in Sri Lanka beheimatete „Pattakannu Foundation“. Ihr Gründer: S. A. Thiagarajah, ein Mann, der einer wohlhabenden Familie Sri Lankas entstammt, 1967 Mutter Teresa begegnet ist und nun ihr Werk in ihrem Sinn fortsetzt, ein Mann, der vor Jahren seinen geerbten Goldschmiedebetrieb an die Mitarbeiter verschenkte und sich seitdem allein der Betreuung Kranker und Bedürftiger widmet.
Einweihung für Frühjahr 2006 geplant
Die Arbeiten für „The Village of Hope“ folgen einem ambitionierten Zeitplan. So wurden Mitte März 2005 das Grundstück gekauft und die bereits erarbeiteten Pläne abgesegnet. „Für Mai/Juni ist die Grundsteinlegung vorgesehen, und im Oktober sollen 50 Prozent der Anlage fertiggestellt sein. Daher rechnen wir damit, dass schon im April 2006 die Einweihung stattfinden kann und sich danach das Dorf mit Leben füllt“, so Professor Klaus H. Richter, Kuratoriumsmitglied der Kinderhilfestiftung und mitverantwortlich für das Projekt.
Doch mit Inbetriebnahme ist das Engagement der Kinderhilfestiftung für das Waisendorf „The Village of Hope“ keineswegs beendet. Da die Stiftung nur Projekte unterstützt, die über eine hohe Nachhaltigkeit verfügen, will sie weiter dafür sorgen, dass der Unterhalt des Waisendorfs garantiert bleibt.
Regional verankert, aber auch international aktiv
Auch wenn die Kinderhilfestiftung mit den ihr anvertrauten Spendengeldern vornehmlich Projekte in der Rhein-Main-Region unterstützt, engagiert sie sich gleichsam international. Allerdings nur dann, wenn es sich um Katastrophen von besonderen Ausmaßen handelt. So hat die Kinderhilfestiftung in der Vergangenheit beispielsweise jene Kinder unterstützt, die vom Atomreaktorunfall in Tschernobyl und von den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York betroffen waren. „Das Verhältnis ist jedoch absolut eindeutig. Dies zeigen auch die Zahlen. Danach sind lediglich 1,5 Prozent der seit Bestehen der Kinderhilfestiftung gesammelten Spendengelder Projekten im Ausland zugute gekommen“, sagt der Vorstandsvorsitzende und unterstreicht damit den Aktivitäten-Fokus des Vereins.
Aber dass die Kinderhilfestiftung mit ihrer Entscheidung für das Waisendorf in Sri Lanka richtig zu liegen scheint, belegt die nach wie vor laufende Spendenaktion, die Anzeigenblätter wie „Blitz-Tip“ und „Äppler“ für die Rhein-Main-Region eingerichtet haben. Doch auch Einzelspender, die beachtliche Summen zur Verfügung stellen, belegen einen breiten Zuspruch der Öffentlichkeit und beweisen damit der Kinderhilfestiftung die Sinnhaftigkeit ihres Engagements für dieses internationale Projekt - das Waisendorf in Sri Lanka „The Village of Hope“.
Für Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Monika Böttcher
Böttcher & Böttcher Kommunikation
Tel: (0 69) 40 50 85 8-0
E-Mail: boettcher-boettcher@t-online.de
Norbert Sickenberger
Tel: (0 172) 61 63 357
E-Mail: n.sickenberger@t-online.de
Weitere Informationen über die Kinderhilfestiftung unter www.kinderhilfestiftung.org
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