Pressemitteilungen
09.12.2005
Den Kleinsten der Kleinen zur Seite stehen
Kinderhilfestiftung e. V. übergibt neuen Baby-Notartzwagen - in der Ausgestaltung einmalig in Europa
Seit mehr als fünf Jahren ist es der Kinderhilfestiftung e. V. ein Anliegen, die Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach flächendeckend zu verbessern. Nun ist ihr dabei ein entscheidender Schritt gelungen. Denn am 9. Dezember konnte sie der Stadt Frankfurt am Main dies überreichen:
· Einen nach neuesten Erkenntnissen ausgestatteten Baby- und Kindernotarztwagen, kurz Baby-NAW (NAW = Notarztwagen) und
· zwei Rendezvous-Fahrzeuge für den Transport von Kindernotärzten zum Notfallort.
Weiter kommen mit dem 9. Dezember Geräte-Pakete zum Tragen, mit deren Hilfe die Kindernotfallambulanzen im Großraum Frankfurt-Offenbach auf ein einheitlich höheres Niveau nachgerüstet werden. Es handelt sich um die Kindernotfallambulanzen an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Frankfurt, an den Kinderkliniken der Städtischen Kliniken in Offenbach und Frankfurt-Höchst sowie am Clementine Kinderhospital.
Die Übergabe erfolgte durch den Vorsitzenden der Kinderhilfestiftung e. V., Dr. med. h. c. Dieter W. F. Hofmann. Für die Stadt Frankfurt nahm Gesundheits- und Brandschutzdezernent Nikolaus Burggraf den Baby-NAW sowie
die beiden Rendezvous-Fahrzeuge entgegen.
Ort der Handlung: Das Zentrum für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der Feuerwehr Frankfurt. Dies deshalb, weil in Frankfurt der Rettungsdienst durch die Feuerwehr federführend organisiert wird.
Aktion von tatkräftigen Spendern und Sponsoren getragen
Zur Realisierung ihres Anliegens hat die Kinderhilfestiftung e. V. 800.000 Euro in die Hand genommen. Hierbei handelt es sich um Spendengelder unzähliger Bürgerinnen und Bürger und vieler Unternehmen. Hauptsponsoren sind
· die BMW Niederlassung Frankfurt,
· die Daimler-Chrysler Niederlassung Frankfurt und Offenbach,
· die Deka Bank Frankfurt,
· die F.A.Z. mit ihrer Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“,
· HIT Radio FFH und
· die Sparda Bank Frankfurt.
Sie alle finden sich wieder auf einem Namensband, das jeweils rund um den Baby-NAW und die beiden Rendezvous-Fahrzeuge angebracht ist.
Von der Idee ebenfalls angetan: Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger. Die Folge: Sie hat die Schirmherrschaft für den Baby-NAW übernommen.
Der neue Baby-NAW und seine Möglichkeiten
Der übergebenen Baby-NAW beruht auf einem völlig neuen Konzept, das in seiner Ausgestaltung erstmals in Europa zum Einsatz kommt. Das Einmalige: Der neue Baby-NAW kann mit zwei Intensivtransportinkubatoren ausgerüstet werden. Dabei ist der eine Inkubator fest installiert, während der zweite dort angebracht werden kann, wo sich sonst eine Patiententrage befindet. Auf ihr können größere Säuglinge und Kinder versorgt werden. Auch bietet diese Trage die Möglichkeit, schwangere Frauen, bei denen die Geburt unmittelbar zu bevorstehen scheint, unter Begleitung einer Hebamme und eines Neugeborenennotarztes in eine Geburtenklinik zu verlegen.
Weiter besitzt der neue Baby-NAW ein besonderes Wärmefach zum Vorheizen von Tüchern und anderen Materialien. Zusätzlich ist es möglich, den Innenraum des Fahrzeugs auf mehr als 30 ° anzuwärmen. Hierdurch lassen sich die lebensbedrohlichen Abkühlungen Früh- und Neugeborener auch während der Versorgung außerhalb eines Inkubators vermeiden.
Darüber hinaus ist der neue Baby-NAW mit einem Blutgasanalysegerät und einer Einrichtung ausgerüste, die neben dem Einsatz von Sauerstoff und Druckluft zusätzlich die Versorgung mit Stickoxid erlaubt - was bei schwerstem Lungenversagen künstliche Beatmung möglich macht und folglich ein Überleben.
Für den Baby-NAW samt Ausstattung hat die Kinderhilfestiftung e. V. 250.000 Euro eingesetzt.
Die Rendezvous-Fahrzeuge und das spezielle Einsatz-Modell
Sinn und Zweck des speziellen Einsatz-Modells: Die Zeit zwischen Alarmie-rung und Eintreffen vor Ort absolut kurz zu halten. Danach bleibt es zwar weiter Aufgabe der allgemeinen Notärzte, als Erstversorger zu den Kindernotfällen zu fahren. Bei absehbar schwierigen Fällen im Säuglings- und Kleinkindalter jedoch soll es künftig auch möglich sein, zusätzlich den Kindernotarzt zu alarmieren. Dieser fährt dann mit einem gesonderten, vor seiner Haustür stehenden Fahrzeug - eben dem Rendezvous-Fahrzeug - zum Notfallort. Hierbei kann er auf einen BMW X3 und einen Mercedes-Benz ML270 zurückgreifen, schnelle und sichere Einsatzfahrzeuge, die mit allen technischen Hilfsmitteln einschließlich modernster Kommunikations- und Navigationssysteme ausgestattet sind.
Für die beiden Rendezvous-Fahrzeuge samt Ausstattung hat die Kinderhilfestiftung e. V. 100.000 Euro eingesetzt.
Die Geräte-Pakete für die Kindernotfallambulanzen und ihre Inhalte
Die vier Kindernotfallambulanzen im Großraum Frankfurt-Offenbach, die drastisch unterfinanziert sind, erhalten von der Kinderhilfestiftung e. V. ein Geräte-Paket, mit dessen Hilfe die vier Ambulanzen auf ein einheitlich höheres Niveau gestellt werden.
Danach besitzt nun jede Kindernotfallambulanz im Großraum Frankfurt-Offenbach:
· ein Ultraschallgerät mit farbkodierter Duplexsonographie, mit dem alle wesentlichen Fragestellungen - von akuten Bauchschmerzen bis Herzbeschwerden - abgeklärt werden können,
· ein Gerät zur Messung der Sauerstoffkonzentration im Blut,
· ein Gerät zur Blutdruckmessung, auch bei Früh- und Neugeborenen,
· ein Gerät zur EKG-Überwachung,
· ein Infusionsgerät und
· Wärmestrahler.
Für die Ausstattung der vier Kindernotfallambulanzen hat die Kinderhilfestiftung e. V. 320.000 Euro eingesetzt.
Baby-NAW, Rendezvous-Fahrzeuge und Geräte-Pakete ergeben eine Summe von 670.000 Euro. Die verbleibenden 130.000 Euro stehen für ergänzende Projekte sowie die Ausbildung von Fachpersonal zur Verfügung.
Für Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Norbert Sickenberger
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Kinderhilfestiftung e. V.
Tel.:0 172 / 61 63 357
E-Mail: n.sickenberger@t-online.de
Wolfgang Kindler
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Feuerwehr Frankfurt am Main
Tel.: 0 69 / 212 – 72002
E-Mail: wolfgang.kindler.amt37@stadt-frankfurt.de
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