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12.09.2007
Dinosaurier im Schwanheimer Waldspielpark
Kinderhilfestiftung e.V. übergibt integrativen Spielplatz für behinderte und gesunde Kinder an die Stadt Frankfurt

Spielgeräte im Wert von 370.000 Euro
Einmaliges generationenübergreifendes Konzept
Großes Spielfest am 16. September

Jetzt kann gespielt werden: nach über viermonatiger Bauzeit übergibt die Kinderhilfestiftung e.V. heute einen neuen integrativen Spielplatz an die Stadt Frankfurt. Dort können behinderte und gesunde Kinder gemeinsam spielen. Damit hat der beliebte Waldspielpark an der Schwanheimer Bahnstraße einige echte Attraktionen mehr. Die individuell angefertigten Spielgeräte, größtenteils mit dem Rollstuhl befahrbar, sind Dinosauriern nachempfunden und eingebettet in eine urzeitliche Abenteuerlandschaft mit Meteoritenkrater und Vulkanhügel. Neu an dem Konzept ist, dass neben behinderten und nicht-behinderten Kindern auch ältere Menschen in die Spiellandschaft einbezogen werden: Sie trainieren an einem Mehrgenerationengerät, das deutschlandweit das erste seiner Art ist.

Die Kinderhilfestiftung e.V. kümmert sich seit 25 Jahren um die Belange kranker und behinderter Kinder im Rhein-Main-Gebiet. Sie gab den Anstoß für das bundesweit bislang einmalige Projekt und stellte zu seiner Realisierung 370.000 Euro an Spendengeldern zur Verfügung. Das Projektmanagement und die Aufbauarbeiten lagen in der Verantwortung des Grünflächenamts der Stadt Frankfurt.

„Wir haben hier einen ‘Spielplatz für alle’ geschaffen“, sagt Dr. med. h.c. Dieter W.F. Hofmann, der Vorsitzende der Kinderhilfestiftung e.V. „In den Waldspielparks Louisa in Frankfurt-Sachsenhausen und im Heinrich-Kraft-Park in Fechenheim haben wir bereits Mitte der 90er Jahre zwei integrative Spielplätze realisiert, zu denen Besucher aus ganz Hessen anreisen. Anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums wollten wir noch ein Stück weiter gehen. Mit dem Konzept zur generationenübergreifenden Integration setzen wir weit über Frankfurt hinaus Impulse.“

Meteoritenkrater, Vulkanhügel und meterhohe Dinosaurier
Das Thema „Dinosaurier“ diente als Inspiration für die Spielgeräte des neuen Kinderhilfestiftung-Spielplatzes. Die phantasievollen Nachbildungen des Urzeitalters wurden von den Designern Susanne und Matthias Schiffke erdacht und mit fachkundiger Unterstützung des Senckenberg-Museums von dem im Emsland ansässigen Hersteller Kinderland realistisch umgesetzt. Informationstafeln, basierend auf der wissenschaftlichen Beratung des Senckenberg-Museums, vermitteln Hintergrundwissen zu den einzelnen Spielsauriern.

Die Spielgeräte sind so konstruiert, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer körperlichen Beeinträchtigung gleichartige haptische, visuelle und akustische Erfahrungen machen. Bei der Gestaltung wurden deshalb Wünsche und Fähigkeiten blinder, körperbehinderter und rollstuhlfahrender Jungen und Mädchen maßgeblich mit einbezogen. Behinderten und nichtbehinderten Kindern werden durch den integrativen Ansatz gemeinsame Spielabenteuer ermöglicht, die eine ungezwungene Art der Begegnung fördern und dazu beitragen, Berührungsängste spielerisch abzubauen.

Integrative Projekte mit Vorbildcharakter

„Wir freuen uns, dass Frankfurt seit heute drei integrative Spielplätze hat. Jeder von ihnen ist in enger Zusammenarbeit mit der Kinderhilfestiftung e.V. entstanden und alle haben Vorbildcharakter für integrative Projekte in ganz Deutschland“, sagte Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit bei der Stadt Frankfurt am Main. „Unser jüngstes gemeinsames Projekt hat bereits vor der Eröffnung die Aufmerksamkeit anderer Kommunen erregt. Durch den Einsatz von speziellen multifunktionalen Bewegungsgeräten helfen wir Senioren aktiv, mobil und gesund zu bleiben. Die unmittelbare Nähe zum Kinderspielplatz sorgt für generationenübergreifende Kommunikation und hilft älteren Menschen, den Anschluss an die Gesellschaft zu halten und Alterseinsamkeit vorzubeugen.“

Der Ausbau des Spielgeländes in Schwanheim ist das dritte große integrative Projekt, das die Kinderhilfestiftung in Frankfurt verwirklicht. Flankierend dazu hat der Verein in seinem Jubiläumsjahr 2007 die Aktion "Unser Spielplatz wird integrativ" ins Leben gerufen, um behinderten Kindern auch wohnortnahes Spielen zu ermöglichen. Bislang konnten mit Hilfe von Sponsoren aus der Wirtschaft sieben bestehende Spielplätze in Frankfurt und Umgebung um integrative Spielgeräte erweitert werden.

Leicht zu erreichen

Von der Frankfurter City aus ist der Waldspielpark an der „Schwanheimer Bahnstraße“ mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln binnen
20 Minuten zu erreichen. Die Endstation „Rheinlandstraße“ der Straßenbahnlinie 12 ab Hauptbahnhof liegt nur fünf Fußminuten entfernt.

Großes Kinderspielfest am 16. September 2007

Zur Eröffnung veranstalten die Wirtschaftsjunioren aus dem Netzwerk Rhein-Main am Sonntag, 16. September, ab 13 Uhr im Waldspielpark ein Kinderspielfest zu Gunsten der Kinderhilfestiftung e.V. Geboten werden viele Attraktionen und ein attraktives Bühnenprogramm. Schirmherr ist Stadtrat Boris Rhein. Mehr dazu unter www.kinderspielfest.com.