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Spielplatz „Dinosaurier“

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Kinderhilfestiftung-Spielplatz „Dinosaurier“

Hintergrund

Mit der Eröffnung des integrativen Spielplatzes in Schwanheim ist der Kinderhilfestiftung e.V. die Realisierung eines einzigartigen Projektes gelungen. Neben der spielerischen Integration von behinderten und nichtbehinderten Kindern, macht die generationenübergreifende Kombination der Geräte den Spielplatz zu einem bundesweiten Pilotprojekt, das ganz im Zeichen Abenteuer Urzeit konzipiert wurde. Der Spielplatz hat Pilotcharakter, ist für ganz unterschiedliche Zielgruppen attraktiv und wird sich deshalb zu einem Ausflugsziel nicht nur für Bürger aus Frankfurt, sondern der ganzen Rhein-Main-Region entwickeln. Nutzungsanalysen der beiden bereits existierenden integrativen Frankfurter Kinderhilfestiftung-Spielplätze haben ergeben, dass das Einzugsgebiet zum Teil sogar noch über die Region hinausgeht.

Kosten

Die Kosten liegen bei etwa 370.000 Euro für Planung, Gestaltung und Realisierung des Spielplatzes, die die Kinderhilfestiftung durch Spenden deckt. Auch Sie können dieses Projekt noch mit Ihrer Spende unterstützen.

Das Spielkonzept

In die Entwicklung des Spielplatzes sind die besonderen Anforderungen von blinden, körperbehinderten und rollstuhlfahrenden Kindern mit eingeflossen. Von den Designern Susanne und Matthias Schiffke stammt der künstlerische Entwurf der Geräte und Landschaft. Sie eröffnen vielfältige Spielideen, die Kindern und auch Erwachsenen neue Wahrnehmungserlebnisse ermöglichen. Die Spielgeräte regen alle Sinne an und decken verschiedene Bewegungen ab:

  • Schaukeln – Schwingen – Fliegen
  • Klang & Ton
  • Klettern – Rutschen – Hüpfen
  • Laufen – Drehen – Wippen
  • Sitzen – Ruhen – Wahrnehmen

Alle Bereiche sind auf mindestens einem rollstuhlgerechten Weg mit maximal sechs Prozent Steigung zu erreichen.

Die Spielgeräte

Neben Meteoritenkrater und Vulkan prägen vor allem die fünf Dinosaurier das Bild des Spielplatzes. Alle Spielgeräte sind spezielle Einzelanfertigungen der Firma ESV Emsland Spielgeräte Vertrieb sowie Linie M in Altenstadt. Das Frankfurter Senckenberg Museum ist Kooperationspartner für die wissenschaftliche Beratung. Der Leiter des Museums, Dr. Bernd Herkner, stand Pate bei der Entwicklung der Informationstafeln für die einzelnen Saurier. Dank dieser Kompetenz erhält der Spielplatz eine thematische Tiefe, die weit über gängige Themenspielplätze hinausgeht.

Diplodocus

Mit rund 20 Metern ist der grüne Dinosaurier das größte Spielgerät des Saurierlandes. Vom Schwanz bis zur Schnauze komplett mit dem Rollstuhl befahrbar, lädt diese phantasievolle Nachbildung des urzeitlichen Riesen auch zur inneren Erkundung ein. An den Innenseiten verbinden drehbare Holzknochen und Steine, farbige Acrylfenster und ein Klanggerät Spiel und Abenteuer. Die Beine des Sauriers sind als zusätzliche Öffnungen gestaltet, über die man mit Seil oder Klettersprossen auch direkt in den Rumpf des Tieres hineinklettern kann. Die Schnauze wiederum ist zugleich Rampe zum anschließenden Vulkanhügel.

Euoplocephalus

Der ursprünglich vollständig mit Knochen- und Hornplatten geschützte Saurier dient als Vorlage für abenteuerliche Schaukelerlebnisse. Am Bauch des gelben Dinosauriers ist eine große Netzschaukel befestigt, auf der bis zu acht Kinder Platz finden. Durch die spezielle Sitzkonstruktion können auch Kinder mit körperlichen Handicaps die Schaukel genießen.

Triceratops

Der etwas kleinere Triceratops hat als Sandspielgerät mitten im Meteoritenkrater ein neues zu Hause gefunden. Ein rollstuhlbefahrbarer Spieltisch bildet den Mittelpunkt, der durch verschiedene Sandschütten ergänzt wird.

Pteranodon

Etwa neun x fünf Meter groß steht der Flugsaurier am Rande des Kraters. Während die Flügelflächen auch mit dem Rollstuhl befahrbar sind, bietet der Kopf des Sauriers Platz für eine weitere Spielstation. Der Schwanz des sympathischen Tieres ist als Wippe konstruiert.

Stenopterygius

Das fossile Skelett eines Fischsauriers ist ein echtes Highlight im Meteoritenkrater. Der vom Senckenberg Museum zur Verfügung gestellte Originalabdruck des Fossils fordert den paläontologischer Spürsinn der Kinder heraus. Die Besonderheit: der Abdruck ist etwa 20 Zentimetern unterhalb der Sandschicht des Kraters am Boden montiert und ermuntert zum Ausgraben und Entdecken.

Meteoritenkrater

Mit etwa sechs Metern Durchmesser lädt die Sandlandschaft des Meteoritenkraters zum Spielen und Buddeln ein. Wie alle Bereiche des Spielplatzes ist auch der Krater auf rollstuhlgerechten Wegen erreich- und befahrbar. Hier gibt es auch die Fußabdrücke eines Iguanodons – bereitgestellt vom Senckenberg Museum – zu entdecken.

Vulkan

Der Vulkanhügel des Spielplatzes ist nicht nur ein optischer Höhepunkt der neu entstandenen Dinosaurierlandschaft, sondern beherbergt auch eine Reihe größerer und kleinerer Spielgeräte. Neben verschiedenen Schiebespielen und Murmelbahnen lädt ein Kletternetz zu weiteren Abenteuern ein. Anregung für kindliche Phantasie liefert auch das 2,40 mal 1,30 Meter große Betonrelief einer Säbelzahnkatze. Dabei handelt es sich um eine Schenkung des Senckenberg-Museums. Wer den Vulkan erklommen hat, kann über eine der beiden Rutschen den Weg nach unten nehmen. Hier wurde bei der Konstruktion der Rutschen darauf geachtet, dass sie ebenso für behinderte Kinder benutzbar sind – über eine benachbarte Rampe können Rollstühle wieder heruntergefahren werden.

Bewegung für alle

Der Bewegungsparcours lädt alle Generationen ein, sich auf spielerische Weise zu bewegen. Besonderes Augenmerk lag bei der Konzeption auf den Bedürfnissen älterer Menschen. Ob balancieren auf einem Wackelhocker, strecken am Reck, dehnen an der Fingertreppe oder geschicktes laufen über den Seilboden – 16 Einzelübungen fördern und fordern vor allem den Gleichgewichtssinn und die Beweglichkeit. In dieser Komplexität, Größe und Auslegung auf mehrere Generationen ist das Gerät bisher einmalig in Deutschland.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.