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Waisendorf in Sri Lanka

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Waisendorf der Kinderhilfestiftung in Sri Lanka

Die Flutkatastrophe in Südostasien im Dezember 2004 hat Millionen von Menschen getroffen. Davon allein etwa 1,5 Millionen Kinder, so jedenfalls schätzen Experten. Viele dieser Kinder sind durch das Seebeben zu Waisen geworden. Einigen von ihnen kann nun durch die Kinderhilfestiftung geholfen werden. Denn an der Ostküste von Sri Lanka, in Batticaloa hat die Kinderhilfestiftung das Waisendorf „The Village of Hope“ gebaut.

Die Lage und der Ort

Das Gebiet um Batticaloa ist eines, das von der Tsunami-Katastrophe mit am stärksten heimgesucht wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 1.000 Kinder hierbei beide Eltern verloren haben und etwa 3.500 Kinder Halbwaise geworden sind. Ihnen ein Leben mit Hoffnung und Zuversicht zu ermöglichen und eine Erziehung zuzubilligen, die sie zu unabhängigen und engagierten Bewohnern Sri Lankas werden lässt, ist Sinn und Zweck des Projekts „The Village of Hope“.

Die Träger

Drei Organisationen tragen dieses Anliegen. Neben der Kinderhilfestiftung sind das die „Sri Lanka Hilfe“ aus Bad Honnef und die in Sri Lanka beheimatete „Pattakannu Foundation“.

Die „Sri Lanka Hilfe“ wird maßgeblich gestaltet von Ilse Huppertz. Über zehn Jahre lang hat sie zusammen mit ihrem Mann als Entwicklungshelfer in Sri Lanka gelebt und trotz ihrer Rückkehr nach Deutschland den Kontakt in diese Region nie abbrechen lassen. Sie unterstützen mit ihrem Verein Heime, in denen Schwestern verschiedener Ordensgemeinschaften Menschen betreuen - unter ihnen viele Kinder -, die durch Kriegsereignisse verletzt oder verstümmelt wurden.

Die „Pattakannu Foundation“ besteht seit 2002. Ihr Gründer: S. A. Thiagarajah, ein Mann, der einer wohlhabenden und sozial höchst engagierten Familie Sri Lankas entstammt. 1967 begegnete er Mutter Teresa, arbeitete mit ihr zusammen und führt nun ihr Werk in ihrem Sinn in Sri Lankas Hauptstadt Colombo weiter fort. Vor Jahren verschenkte er seinen geerbten Goldschmiedebetrieb an die Mitarbeiter und widmet sich seitdem allein der Betreuung Kranker und Bedürftiger.

Die Sicherheiten

Die „Sri Lanka Hilfe“ sowie die „Pattakannu Foundation“ geben der Kinderhilfestiftung die Gewissheit, dass die von ihr bereitgestellten Spendengelder in Höhe von 250.000 Euro dem vereinbarten Spendenzweck auch eins zu eins zugeführt werden. Denn mit der „Sri Lanka Hilfe“ sind in Deutschland ansässige seriös-kompetente Ansprechpartner gegeben, die umfassende Kenntnisse haben von den Verhältnissen in Sri Lanka - ein Aspekt, der zusätzlich Gewicht dadurch erhält, dass sich Batticaloa im Tamilen-Gebiet befindet. Und mit der „Pattakannu Foundation“ wiederum hat die Kinderhilfestiftung eine seriös-kompetente Organisation vor Ort, die darüber wacht, dass mit besagtem Kapital ausschließlich in Vereinbartes investiert wird. Das heißt: Gelder wurden und werden nicht auf gut Glück nach Sri Lanka überwiesen, sondern nur gegen vorgelegte Rechnungen.

Damit bleibt die Kinderhilfestiftung ihrem Motto treu: Jeder Spenden-Cent kommt an. Um dem zusätzlich Nachdruck zu verleihen, wurden Ortsbegehungen durchgeführt. Das meint: Vertreter der Kinderhilfestiftung haben sich persönlich und kontinuierlich vom Baufortschritt des Dorfes überzeugt.

Einst...
... und jetzt

Das Dorf

Alle Beteiligten haben sich auf einen ambitionierten Zeitplan geeinigt. Im Juli 2005 war die Grundsteinlegung, und nach 16 Monaten Bauzeit am 22. November 2006 erfolgte die Einweihung. Und das ist dort nun zu erleben:

Ein Dorf aus zehn eingeschossigen Wohnhäusern, die über eine Veranda zu erreichen. Weiter gehören dazu eine Krankenstation, ein Wasserturm samt Wasserreinigungsanlage, ein Stromgenerator sowie ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit Versammlungsraum. Jedes der Wohnhäuser gibt zehn Waisenkindern im Alter von zwei bis 14 Jahren und ihrer Pflegemutter Platz. So ist eine Gemeinschaft entstanden, die nicht isoliert, sondern eingebunden ist in das übrige Dorfgeschehen. Die Schule etwa liegt nur ca. 500 Meter von „The Village of Hope“ entfernt, womit das Waisendorf den Community-Gedanken sichtbar leben kann.

Die Kosten

Für den Bau von „The Village of Hope“ hat die Kinderhilfestiftung 250.000 Euro aufgebracht. Doch mit der Einweihung des Waisendorfes soll das Engagement der Kinderhilfestiftung nicht beendet sein. Um das ganze Dorf – inklusive aller benötigten Lebensmittel – zu unterhalten, sind annähernd 50.000 Euro pro Jahr erforderlich. Die Kinderhilfestiftung will dafür Sponsoren finden und über diesen Weg das Dorf auch in Zukunft wirtschaftlich absichern helfen. Hierdurch ist ein weiteres Prinzip der Kinderhilfestiftung garantiert: Nur Projekte zu unterstützen, die über eine hohe Nachhaltigkeit verfügen.

Wie können Sie spenden?

Zusammenarbeit: Klaus Richter, Kinderhilfestiftung, Ilse Huppertz, Thiagarajah Pattakannu und eine Schwester des Franziskanerordens mit ihren Schützlingen.

Indem Sie auf eines der Konten, die von der Kinderhilfestiftung unterhalten werden, den Beitrag überweisen, den Sie spenden möchten. Bitte hierbei als Stichwort „The Village of Hope“ angeben. Die Kinderhilfestiftung stellt Ihnen im Anschluss daran eine Spendenquittung aus.

Schon in der Vergangenheit sind viele Spenden für das Waisendorf der Kinderhilfestiftung geflossen. Zu diesen Spendern gehören u. a. die Wirtschaftsjunioren Netzwerk Rhein-Main. Sie veranstalteten zwei Kinderfeste im Nordwest-Zentrum (Oktober 2005 und Oktober 2006) und überwiesen der Kinderhilfestiftung sage und schreibe 86.000 Euro. Weitere Spendengeber: Prof. Claus Helmer, der mit seiner „Komödie“ in Frankfurt eine Sondervorstellung gab, die dem Waisendorf 17.000 Euro brachte sowie die Unternehmung „Tonerberg“ (zuständig für eine umweltfreundliche Entsorgung leerer Tinten- und Tonerpatronen), die ihr gesellschaftspolitisches Engagement ganz in den Dienst des Waisendorfs stellt.

Indem darüber hinaus noch viele weitere Spenden eingingen, vor allem die der Leserinnen und Leser des Blitz-Tip, war es möglich, die Kostenbeteiligung der Kinderhilfestiftung am „Village of Hope“ (250.000 Euro) fast ausschließlich über projektbezogene Spenden abzudecken. Damit wird die Kinderhilfestiftung zwei Ansprüchen gerecht: Schnell und unbürokratisch auch international zu helfen, ohne dabei den Anspruch, eine regionale Hilfsorganisation zu sein, aufgeben zu müssen.

Wie wird Ihre Spende verwendet?

Das Geld, das Sie spenden, fließt an uns, die Kinderhilfestiftung. Ihre Spende wird zu 100 Prozent - ohne einen Cent Abzug für Verwaltung o. ä. - für unser Projekt „The Village of Hope“ eingesetzt.

Fotogalerie (für eine große Version bitte auf das Bild klicken):

Eingelebt: Die meisten Waisenkinder haben sich sehr gut eingelebt und fühlen sich sichtlich wohl. Einige müssen seelsorgerisch betreut werden, um den Verlust ihrer Eltern überwinden zu können.
Über Religionsgrenzen hinweg: Das „Village of Hope“ wird von Schwestern christlicher Ordensgemeinschaften geführt. Deshalb ist der Erzbischof bei der Einweihung dabei, aber auch Würdenträger der Moslems, Hindus und Buddhisten (hier nicht im Bild) sowie Dr. med. h.c. Dieter Hofmann (r.) und Klaus Richter (l.) von der Kinderhilfestiftung e.V.
Gründer: Das „Village of Hope“ wurde von der in Sri Lanka beheimateten Pattakannu Foundation, der Frankfurter Kinderhilfestiftung e.V. sowie der Sri Lanka Hilfe e.V. aus Bad Honnef gegründet, wobei die Kinderhilfestiftung e.V. mit Spendengeldern in Höhe von 250.000 Euro den Löwenanteil trägt.
Dorfcharakter: Die zehn eingeschossigen Waisenhäuser sind kreisförmig um den Mittelpunkt des Dorfes angeordnet. Bei der Architektur wurde die klimatischen Gegebenheiten Rücksicht genommen.
In jedem Haus lebt eine Pflegemutter mit etwa zehn Kindern im Alter von zwei bis vierzehn Jahren.
Fast unbeschwert: Die Kinder genießen einen Ausflug ans Meer. Doch nicht alle trauen sich – mehr als drei Jahre nach der Flutkatastrophe ins Wasser.
Verwüstung: So sah die Gegend um Batticalao, Sri Lanka, im Frühjahr 2005, etwa vier Monate nach der Tsunami-Katastrophe aus.

 

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im Bereich "Presseresonanz".