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Kinderhilfestiftung mobilisiert Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach
Neben dem Baby- und Kindernotarztwagen, kurz Baby-NAW (NAW = Notarztwagen), wurden von der Kinderhilfestiftung gleichfalls am 9.Dezember zwei Rendezvous-Fahrzeuge für den Transport von Kindernotärzten zum Notfallort der Stadt Frankfurt übergeben. Weiter kommen mit dem 9. Dezember Geräte-Pakete zum Tragen, mit deren Hilfe die Kindernotfallambulanzen im Großraum Frankfurt-Offenbach auf ein einheitlich höheres Niveau nachgerüstet werden. Es handelt sich um die Kindernotfallambulanzen an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Frankfurt, an den Kinderkliniken der Städtischen Kliniken in Offenbach und Frankfurt-Höchst sowie am Clementine Kinderhospital. Alle diese Kliniken sind in der Kinderhilfestiftung e. V. zu einer strategischen Allianz zusammengefasst. Die Übergabe erfolgte durch den Vorsitzenden der Kinderhilfestiftung e. V., Dr. med. h. c. Dieter W. F. Hofmann. Für die Stadt Frankfurt nahm Gesundheits- und Brandschutzdezernent Nikolaus Burggraf den Baby-NAW sowie die beiden Rendezvous-Fahrzeuge entgegen. Ort der Handlung: Das Zentrum für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der Feuerwehr Frankfurt. Dies deshalb, weil in Frankfurt der Rettungsdienst durch die Feuerwehr federführend organisiert wird (www.stadt-frankfurt.de/Feuerwehr). Für Dr. Hofmann geht mit dem 9. Dezember ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Der Kinderhilfestiftung und mir war es besonders wichtig, auch den Kleinsten der Kleinen, wenn sie in Not und Gefahr für Leib und Seele geraten, größtmögliche Mobilität zur Verfügung zu stellen und modernste Geräte. Schnellste und adäquate Versorgung ist für erwachsene Patienten eine Selbstverständlichkeit. Bei Säuglingen und Kleinkindern dagegen gilt das nicht unbedingt. Hier ein Pendant zu schaffen“, so der Vorsitzende der Kinderhilfestiftung e. V., „war unser Bestreben“. Aktion von tatkräftigen Spendern und Sponsoren getragen
Mit dieser Haltung fand Hofmann Unterstützung bei unzähligen Bürgerinnen und Bürgern und bei vielen Unternehmen. Sie alle fühlten sich der Idee einer flächendeckenden Verbesserung der Kindernotfallversorgung eng verbunden und sind ihr mit Spenden tatkräftig zur Seite getreten. Nur hierdurch ist es der Kinderhilfestiftung e. V. möglich gewesen, für das Projekt „Kindernotfallversorgung“ 800.000 Euro bereitzustellen. Dazu Dr. Hofmann: „Ich bin glücklich und unendlich dankbar für das fast unbeschreibliche Engagement der Spender und Sponsoren. Wenn trotzdem einige gesondert genannt werden, dann deshalb, weil sie mit ihrem Einsatz der Projektidee jeweils einen gewaltigen Schub nach vorne gegeben haben.“ Zu diesen „Schub-Gebern“ zählen
Sie alle finden sich wieder auf einem Namensband, das jeweils rund um den Baby-NAW und die beiden Rendezvous-Fahrzeuge angebracht ist. Stadt Frankfurt nimmt Einsatz der Kinderhilfestiftung e. V. mit großem Dank entgegen Frankfurts Gesundheitsdezernent Nikolaus Burggraf würdigte die Leistung der Kinderhilfestiftung e. V. und ihren Einsatz für eine flächendeckende Verbesserung der Kindernotfallversorgung. Dazu Burggraf: „Die Stadt Frankfurt am Main dankt der Kinderhilfestiftung e. V. und allen Spendern, die diese großartige Hilfe möglich gemacht haben. Hier wurde mit riesigem Einsatz gearbeitet, um Kindern in existenzbedrohlichen Situationen noch schneller und besser helfen zu können. Ich bin beeindruckt von der Begeisterung und Professionalität, mit der hier zugunsten der Kinder Unterstützung eingeworben und geleistet wird. Dies ist bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne, auf das wir stolz sein können.“ Besonders betonte Stadtrat Burggraf, der auch Wirtschaftsdezernent ist, den großzügigen Beitrag der Frankfurter Unternehmen zu diesem außergewöhnlichen Projekt. Hessische Sozialministerin übernimmt Schirmherrschaft Von der Idee ebenfalls angetan ist Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger. Die Folge: Sie hat die Schirmherrschaft für den Baby-NAW übernommen. Dies wertet die Kinderhilfestiftung e. V. als positives Signal, vor allem deshalb, weil für ganz Hessen eine Regelung zu schaffen, die den Fortbestand des flächendeckenden Baby-Notarzt-Systems auf lange Zeit sichern hilft. Bleibe es beim derzeit gültigen Reglement, nach dem die Krankenhausärzte gegenüber den niedergelassenen Ärzten für die gleichen ärztlichen Leistungen schlechter entlohnt werden, könnten sich die Kliniken, die Kindernotfallambulanzen betreiben, veranlasst sehen, den Ambulanzbetrieb im Rahmen der Kindernotfallversorgung zu überdenken. Der neue Baby-NAW und seine Möglichkeiten
Der übergebenen Baby-NAW beruht auf einem völlig neuen Konzept, das in seiner Ausgestaltung erstmals in Europa zum Einsatz kommt. Das Einmalige: Der neue Baby-NAW kann mit zwei Intensivtransportinkubatoren (Inkubator = Brutkasten) ausgerüstet werden. Davon ist der eine quer zur Fahrtrichtung platziert – im Hinblick auf notwendige Bremsmanöver des Fahrzeugs die schonenste Lage für die sehr kleinen Patienten, also die Früh- und Neugeborene. Der zweite Inkubator kann längs angebracht werden, dort, wo sich sonst eine Patiententrage befindet. Auf ihr können größere Säuglinge und Kinder versorgt werden. Zudem bietet diese Trage die Möglichkeit, schwangere Frauen, bei denen die Geburt unmittelbar zu bevorstehen scheint, unter Begleitung einer Hebamme und eines Neugeborenennotarztes in ein Perinatalzentrum (= Geburtsklinik in räumlicher Kombination mit einer Kinderklinik) zu verlegen. Durch diese Konstruktion ist, dem permanenten Umrüsten Vorschub geleistet. Die Konsequenz heißt Zeitgewinn, zählen doch bei Notfalleinsätzen mitunter Minuten.
Weiter besitzt der neue Baby-NAW ein besonderes Wärmefach zum Vorheizen von Tüchern und anderen Materialien. Zusätzlich ist es möglich, den Innenraum des Fahrzeugs auf mehr als 30 ° anzuwärmen. Hierdurch lassen sich die lebensbedrohlichen Abkühlungen Früh- und Neugeborener auch während der Versorgung außerhalb eines Inkubators vermeiden. Weil aber das Fahrzeug auch mit einem Blutgasanalysegerät und einer Einrichtung ausgerüstet ist, die neben dem Einsatz von Sauerstoff und Druckluft zusätzlich die Versorgung mit Stickoxid erlaubt - was bei schwerstem Lungenversagen künstliche Beatmung möglich macht und folglich ein Überleben -, ist der neue Baby-NAW eine komplette Intensivstation auf vier Rädern, mit der schwerstkranke Früh- und Neugeborene sowie Kleinkinder bei maximaler Intensivtherapie zu speziellen Behandlungszentren gebracht werden können. Die Rendezvous-Fahrzeuge und das spezielle Einsatz-Modell
Dem Anspruch der Kinderhilfestiftung e. V., auch den Kleinsten der Kleinen, wenn sie in Not und Gefahr für Leib und Seele geraten, größtmögliche Mobilität und schnellste Versorgung angedeihen zu lassen, entspricht das speziell entwickelte Einsatz-Modell. Sinn und Zweck dieses Modells: Die Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen vor Ort absolut kurz zu halten. Danach bleibt es zwar weiter Aufgabe der allgemeinen Notärzte, als Erstversorger zu den Kindernotfällen zu fahren. Bei absehbar schwierigen Fällen im Säuglings- und Kleinkindalter jedoch soll es künftig auch möglich sein, zusätzlich den Kindernotarzt zu alarmieren. Dieser fährt dann mit einem gesonderten, vor seiner Haustür stehenden Fahrzeug - eben dem Rendezvous-Fahrzeug - zum Notfallort. Hierbei kann er auf einen BMW X3 und einen Mercedes-Benz ML270 zurückgreifen, schnelle und sichere Einsatzfahrzeuge, die mit allen technischen Hilfsmitteln einschließlich modernster Kommunikations- und Navigationssysteme ausgestattet sind. Die Geräte-Pakete für die Kindernotfallambulanzen und ihre Inhalte Mit den Kindernotfallambulanzen wurden für Eltern zentrale Anlaufstationen geschaffen, die es ihnen erlauben, auch außerhalb der Sprechzeiten ihres Kinderarztes ihre akut erkrankten Kinder fachärztlich untersuchen zu lassen. Doch die Kindernotfallambulanzen sind drastisch unterfinanziert. Daher erhalten die vier Kindernotfallambulanzen im Großraum Frankfurt-Offenbach von der Kinderhilfestiftung e. V. ein Geräte-Paket, mit dessen Hilfe sie auf ein einheitlich höheres Niveau gestellt werden. Danach besitzt nun jede Kindernotfallambulanz im Großraum Frankfurt-Offenbach:
Appell der Kinderhilfestiftung e. V. für mehr Fairness gegenüber den Kleinsten der Kleinen Die Kinderhilfestiftung e. V. betrachtet ihre Idee einer flächendeckenden Verbesserung der Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach als rasche und unbürokratische Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder. Sie verbindet damit aber auch die Hoffnung, hierdurch den Verantwortlichen im Gesundheitswesen, in der Politik und bei den Kostenträgern einen Anstoß gegeben zu haben für mehr Fairness gegenüber den Kleinsten der Kleinen beim gegenwärtigen Verteilungskampf im Gesundheitswesen. „Denn“, meint Dr. med. h. c. Dieter W. F. Hofmann, Vorsitzende der Kinderhilfestiftung e. V., „die Zahl der Kinder nimmt in unserer Gesellschaft ab. Es wäre deshalb absolut unfair, wenn sich auch noch ihre Versorgung im Notfall weiter verschlechtern würde, statt endlich zu verbessern. Letzteres müsste doch im Interesse einer von Überalterung gezeichneten Gesellschaft sein.“ Die Kosten im Überblick Die Kinderhilfestiftung e. V. bewegt für die flächendeckende Verbesserung der Kindernotfallversorgung im Großraum Frankfurt-Offenbach 800.000 Euro. Dabei entfallen auf
Technische Detailinformationen zu den Fahrzeugen Baby-NAW Fahrgestell und Aufbau
Ausstattung
Rendezvous-Fahrzeuge
Fahrgestell und Aufbau
Ausstattung
Öffnungszeiten der Kindernotfallambulanzen im Großraum Frankfurt-Offenbach Clementine Kinderhospital
Kinderärztlicher Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung im Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des
Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Kindernotfallambulanz
Kinderärztlicher Notdienst
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