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Aktion: „Die Spielemacher helfen: Spiel mit - hilf mit“.
Angetan von dem, was die Kinderhilfestiftung unternimmt und in der Vergangenheit unternommen, entschied der Vorstand der SNT Deutschland AG, sich für die Kinderhilfestiftung einzusetzen. Das geschah in der Zeit von Juni bis Dezember 2005. Die Idee: Im Rahmen der Sendung „Die Spielemacher“ jeweils ein Cent pro Anruf zugunsten der Kinderhilfestiftung reservieren. Damit konnten am Ende drei Projekte realisiert werden. Projekt 1: Installation eines aktiven Whiteboards samt Beamer Kinder mit starker Sehbehinderung sind in der Schule extremen Schwierigkeiten ausgesetzt. Dabei ist vor allem der Umgang mit herkömmlichen Lehrmitteln ein Hindernis. Wandtafeln nämlich, wie wir sie aus unserer Schulzeit kennen, werden auch für den Unterricht stark sehbehinderter Kinder eingesetzt. Doch ohne Erfolg. Der Grund: Viele der stark sehbehinderten Kinder können nur lesen, wenn sie das Geschriebene unmittelbar vor Augen haben - und unmittelbar meint in diesen Fällen einen Abstand von maximal drei bis fünf Zentimetern. Kommt die obligatorische Wandtafel zum Einsatz, müssen sich die Kinder sozusagen an der Tafel die Nase platt drücken und auf ein mitgebrachtes Stück Papier übertragen, was sie dort notiert vorfinden. Abhilfe hiervon schafft ein sogenanntes „aktives Whiteboard“. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, die über einen Beamer das, was der Lehrer an die Tafel geschrieben, auf den PC des Schülers übermittelt. Wobei hinzuzufügen, dass diese Übertragung individualisiert ist auf die Sehschwierigkeiten des jeweiligen Kindes. 5.000 Euro haben die Zuschauerinnen und Zuschauer von „Die Spielemacher“ mit ihren Anrufen gespendet. Das Whiteboard samt Beamer ist zwischenzeitlich in der Hermann-Herzog-Schule Frankfurt installiert. Projekt 2: Anschaffung einer Ausrüstung für ein stark sehbehindertes Kind, das eine Regel-Schule besucht In Hessen werden etwa 150 stark sehbehinderte Kinder nicht an Sehbehinderten-Schulen, sondern an Regel-Schulen unterrichtet. Die Ursachen hierfür sind verschieden. Doch meist werden bei der Entscheidung die Lehrangebote bedacht, die den speziellen Fähigkeiten des jeweiligen Kindes entsprechen und auf die das Kind verzichten müsste, würde es einen Wechsel vornehmen und auf eine Sehbehinderten- statt auf eine Regel-Schule gehen. Gleichwohl sind die Kinder aufgrund ihrer Behinderung im schulischen Alltag überfordert. Sie können dem Unterricht nicht problemlos folgen und haben zusätzlich Schwierigkeiten beim Anfertigen der Hausaufgaben. Abhilfe hiervon schafft ein Kamera-Laptop-System, das die Hermann-Herzog-Schule entwickelt. Mit diesem System kann die Tafel per Kamera abgefilmt werden und lassen sich Screenshots erstellen für die Hausaufgaben. Damit werden stark sehbehinderten Schülern gegenüber ihren nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen weitgehend gleiche Lernvoraussetzungen geschaffen. Auch hierfür haben die Zuschauerinnen und Zuschauer von „Die Spielemacher“ mit ihren Anrufen 5.000 Euro gespendet. Und mittlerweile kann ein weiteres stark sehbehindertes Kind in Hessen, das eine Regel-Schule besucht, dem Unterricht problemlos folgen und seine Hausaufgaben ohne Schwierigkeiten vornehmen. Projekt 3: Mobiles Zeltdach für den Reitclub Kronberg im Taunus und sein Angebot des therapeutischen Reitens Das Pferd als Medium der Bewegungstherapie war bereits den Ärzten im Altertum bekannt. Das belegen Schriften aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Anfang der fünfziger Jahre des 20.Jahrhunderts „entdeckten“ Therapeuten und Ärzte das Reiten als therapeutische Methode wieder. Das für sie Entscheidende: Die Bewegung des Pferdes überträgt sich auf den Körper des auf ihm sitzenden Patienten, so dass ein Bewegungsdialog und darüber hinaus Beziehungen entstehen. Damit wird das Pferd zum Partner und Erziehungshelfer. Während es bei körperlich beeinträchtigten Kindern zur Verbesserung von deren Motorik beitragen kann, steht bei der pädagogischen und psychotherapeutischen Behandlung von verhaltensauffälligen, lernbehinderten und geistig behinderten Kindern die Stärkung des Selbstvertrauens und das Entwickeln von sozialer Kompetenz im Vordergrund. Der Reitclub Kronberg im Taunus bietet seit 1996 heiltherapeutisches Reiten für Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Behinderungen an. Spastisch gelähmte Kinder finden dabei ebenso Berücksichtigung wie Kinder mit Down-Syndrom. Das unter Leitung von Barbara Würtz erarbeitete Konzept ist ganzheitlich ausgerichtet. Das heißt: Zur Therapie gehören auch die art- und wesensgerechte Pflege der speziell ausgebildeten Therapiepferde durch die kleinen Patienten sowie das Einbeziehen der Natur in ihrer beider Lebenszusammenhang. Besonders wichtig: Die Therapie muss kontinuierlich erfolgen. Doch diese Kontinuität ist gefährdet, wenn therapeutisches Reiten nur im Freien durchgeführt werden kann und somit witterungsbedingt unterbrochen werden muss. Hier ist jetzt Abhilfe geschaffen. Denn die Spendenfreudigkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer von „Die Spielemacher“ hat 12.000 Euro erbracht. Mit diesem Geld kann nun die Anlage für heiltherapeutisches Reiten des Reitclubs Kronberg mit einem mobilen Zeltdach ausgestattet werden. Dank Die Kinderhilfestiftung sagt herzlichen Dank der SNT Deutschland AG, den Redakteuren und Moderatoren sowie den Zuschauerinnen und Zuschauer von „Die Spielemacher“. |
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